Geschichte des Squashsports

PRESSEMITTEILUNG “Geschichte des Squash Sportes”

Squash wurde in der Harrow-Schule um 1830 erfunden, als die Schüler entdeckten, dass ein punktierter Ball des Spieles Rackets, der beim Aufprall mit der Wand “zerquetscht” wurde, ein Spiel mit einer größeren technischen Raffinesse bedurfte, und viel mehr Technik seitens der Spieler benötigte, Die Variante des Racket Spieles erwies sich als populär und im Jahre 1864 wurden die ersten vier Squash-Plätze an der Schule gebaut und Squash wurde offiziell als eigenständiger Sport gegründet.

In den frühen Jahren des Sports gab es keinen Verband und keine festgeschriebenen Regeln, so haben sich in den ersten Jahren in Europa ein Spiel mit weichem Gummiball auf Courts mit 640cm Breite und in USA ein Spiel mit hartem Gummiball auf 540cm breiten Courts parallel entwickelt.

Die Entwicklung SQUASH in Europa/Ägypten/Pakistan (Softball)

Die erste professionelle Squash-Meisterschaft fand 1920 in England statt, als C.R. Read (Queens Club) gegen A.W.B. Johnson (RAC Club) um den Titel spielte.

Als das Squash-Spiel sich rasant verbreitet, entwickelte sich auch eine Verbandsstruktur. Die ersten nationalen Squash-Verbände, die gegründet wurden, waren der United States Squash Tennis Racket-Verband im Jahre 1907 und der kanadische Squash-Racket-Verband im Jahre 1911. In England wurde das Spiel durch einen Squash-Unterausschuß des Tennis- und Rackets-Verband von 1908 geregelt, bis es 1928 den vollen Status als Squash-Rackets Association erhielt.

Ein Squashcourt, der im Bath Club in London zu Beginn des 20. Jahrhunderts gebaut wurde, wurde als Modell für die Standardgröße eines Squash-Platzes, mit einer Größe von 9,75 Meter x 6,4 Meter gewählt.

Der ägyptische Spieler F.D. Amr Bey, gewann 1933 die erste seiner fünf British Open Squash Championship Titeln, die damals die Weltmeisterschaften waren; nach dem 2.Weltkrieg folgte ihm M.A. Karim aus Ägypten nach, der den Titel von 1947 bis 1950 viermal holte. Dann kam die den Sport dominierende Khan-Dynastie aus Pakistan; Hashim Khan (1951-1958), Roshan Khan (1957), Azam Khan (1959-1962), Mohibullah Khan (1963), Jahangir Khan (1982-1992) und Jansher Khan (1993-1994).

Das British Squash Open der Frauen begann sogar früher als das der Männer; J.I. Höhle gewann den Titel im Jahr 1922. Bis 1960 gehörte der Titel ausschließlich englischen Spielern, Janet Morgan (später Shardlow) gewann 10 Mal zwischen 1950 und 1958. Sie wurde von der berühmtesten Squashspielerin dieser Zeit abgelöst, die Australierin Heather McKay, sie dominierte den Sport von 1966 bis 1977 und blieb während ihrer ganzen Karriere als unbesiegt. Ihre Nachfolgerin war die Neuseeländerin, Susan Devoy, die zwischen 1984 und 1992 den Titel 8 Mal gewann.

Die Spieler, welche den größten Einfluss auf die Entwicklung des Sports hatten, waren Jonah Barrington (Irland) und Geoff Hunt (Australien). Sie dominierten Squash zwischen den späten 1960er und frühen 1980er Jahren, zu dieser Zeit begann ein wahrer weltweiter Boom um die Sportart: die Anzahl der Courts stieg in kurzer Zeit bis 1994 auf 46.000 weltweit und die Zahl der Spieler auf über 15 Millionen.

Die Entwicklung SQUASH in Deutschland/Österreich

In Deutschland wurde Squash zweimal geboren Die erste Wiege war in Berlin im Jahr 1930, als die ersten vier Courts von Dr. Ernst von Siemens, Leiter des Elektronikunternehmens, das seinen Namen trug, gebaut wurden, und er regelmäßig begann Mitarbeiter- und sogar internationale Turniere abzuhalten. Andere Courts folgten, aber während des Krieges wurden alle für andere Zwecke verwendet und zum Beispiel erst 1978 die Siemens-Courts wieder benutzt.

Die Initiative für die Wiedergeburt in Deutschland kam 1970 von Christhof Viscount Vitzthum, der den Sport in Australien entdeckt hatte, und begann, Squash zu fördern und die Courts zu renovieren. Der Hamburger Kaufmann Henning Harders, wurde in Australien vom Squash-Bazillus angesteckt und baute 3 Courts in seiner Heimatstadt, aus diesen Aktivitäten heraus, war es eine Gruppe von Hamburger Spielern, die 1973 die deutsche SRA gründete und ein Team zur Europameisterschaft nach Stockholm im Jahr 1974 sandte.

Zwei Jahre nach der Gründung der deutschen SRA wurden die ersten Nationalmeisterschaften abgehalten und in wenigen Jahren gab es über 6000 Plätze und 2 Millionen Spieler in Deutschland – der spektakulärste Wachstum von Squash in der langen Geschichte.

In Österreich wurden die ersten vier Courts 1975 in einem Zelt der Wiener Gartenausstellung WIG 74 in Wien Oberlaa errichtet. Erste Ö-Meister wurden 1978 H.W. Selden bei den Herren und Silvia Seidl bei den Damen. 1978 entstanden weitere Squashanlagen in Wien und der Österreichische Squashverband wurde gegründet. Ab 1991 wurden regelmäßig Squashteams zur EM und WM entsendet. Herausragende Spieler in Österreich waren in der Vergangenheit

Pamela Pancis, Salzburg (16 x Österr. Meisterin, beste Weltranglisten Platzierung Top 30)
Birgit Coufal, Wien (10 x Österr. Meisterin beste Weltranglisten Platzierung #51)

Clemens Wallishauser, Wien (3x Österr. Meister, beste Weltranglisten Platzierung #77)
Aqeel Rehman, Salzburg (11x Österr. Meister, beste Weltranglisten Platzierung #82)

Um das Jahr 2000 gab es in Österreich 500 Courts (ca. 70 davon in Graz) und geschätzte 300.000 aktive Squashspieler. Heute sind es ca. 250 Courts und 100.000 aktive Spieler.

Wien, den 15.02.2017

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